Übersicht
Über diese Erkrankung
Alkalose ist eine Erkrankung, die durch einen abnormalen Anstieg des pH-Werts des Blutes gekennzeichnet ist, typischerweise über 7,45. Sie wird in metabolische Alkalose, die durch übermäßige Bikarbonatproduktion oder Säureverlust (z. B. Erbrechen, Diuretikaeinnahme) entsteht, und respiratorische Alkalose, die durch Hyperventilation verursacht wird und zu einem verringerten Kohlendioxidgehalt führt, unterteilt. Die Symptome variieren je nach Art und Schweregrad der Alkalose, umfassen jedoch häufig Muskelzuckungen, Reizbarkeit, Schwindel, Übelkeit und in schweren Fällen Tetanie oder Krampfanfälle. Alkalose tritt im Vergleich zu Azidose seltener auf, kann jedoch bei Erkrankungen wie anhaltendem Erbrechen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Stoffwechselstörungen auftreten. Das historische Verständnis von Alkalose entwickelte sich mit Fortschritten in der Elektrolyt- und Säure-Basen-Balance-Forschung, wobei insbesondere der Zusammenhang mit Nieren- und Lungenfunktionsstörungen beschrieben wurde. Eine schwere Alkalose kann zu Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie und Hypokalzämie führen, die wiederum Herzrhythmusstörungen, Muskelschwäche und Krampfanfälle verursachen können. Eine langfristige Alkalose kann auch die Nierenfunktion beeinträchtigen und aufgrund eines veränderten Kalziumstoffwechsels die Knochengesundheit beeinträchtigen. Die Diagnose umfasst eine arterielle Blutgasanalyse zur Bestimmung des pH-Werts sowie Elektrolytuntersuchungen zur Ermittlung der zugrunde liegenden Ursachen. Die Behandlung konzentriert sich auf die Korrektur der Grunderkrankung. Bei einer metabolischen Alkalose kann eine Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution erforderlich sein, während bei der Behandlung einer respiratorischen Alkalose die primäre Atemwegserkrankung behandelt und die Beatmung optimiert werden muss. Zu den Ursachen einer Alkalose gehören übermäßiges Erbrechen, übermäßiger Gebrauch von Diuretika, chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und Stoffwechselstörungen wie Hyperaldosteronismus. Zu den Risikofaktoren gehören Dehydrierung, anhaltende Hyperventilation und bestimmte Medikamente, die den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen. Vorbeugende Maßnahmen zielen darauf ab, die zugrunde liegenden Erkrankungen zu behandeln und Auslöser wie übermäßiges Erbrechen oder unsachgemäße Medikamenteneinnahme zu vermeiden. Die Aufklärung der Patienten über ausgewogene Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und angemessene Medikamenteneinnahme spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Alkalose-Episoden.
