Übersicht
Über diese Erkrankung
Mononeuritis multiplex ist eine neurologische Erkrankung, bei der zwei oder mehr separate periphere Nerven in verschiedenen Bereichen des Körpers geschädigt sind. Sie äußert sich durch asymmetrische sensorische und motorische Ausfälle, darunter Schmerzen, Taubheitsgefühl, Muskelschwäche und Reflexverlust. Die Symptome treten oft plötzlich auf und entwickeln sich über Tage oder Wochen, wobei in der Regel beide Seiten des Körpers betroffen sind, jedoch in nicht miteinander verbundenen Nervenbahnen. Diese Erkrankung ist selten, aber schwerwiegend und steht oft im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen wie Vaskulitis, Diabetes oder Autoimmunerkrankungen. Sie kann Menschen jeden Alters betreffen, wird jedoch häufiger bei Menschen mittleren Alters und älteren Erwachsenen diagnostiziert. Der Begriff wird in der Neurologie seit Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet, und seine klinische Anerkennung hat mit dem Verständnis immunvermittelter Neuropathien zugenommen. Zu den Komplikationen zählen fortschreitende Funktionsbeeinträchtigungen, chronische Schmerzen, Deformierungen der Gliedmaßen und dauerhafte sensorische oder motorische Ausfälle, wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt. Schwere Fälle können zu erheblichen Behinderungen führen. Die Diagnose basiert auf klinischen Befunden, unterstützt durch Nervenleitungsuntersuchungen, Elektromyographie und Labortests zur Identifizierung der zugrunde liegenden systemischen Ursachen. Die Behandlung hängt von der Ursache ab und umfasst in der Regel eine immunsuppressive Therapie, Schmerztherapie und physikalische Rehabilitation. Häufige Ursachen sind vaskulitische Neuropathien, Diabetes mellitus, Sarkoidose, HIV, Hepatitis und bestimmte bösartige Tumoren. Zu den Risikofaktoren zählen schlecht eingestellter Diabetes, Autoimmunerkrankungen, chronische Infektionen und die Exposition gegenüber neurotoxischen Substanzen. Die Prävention konzentriert sich auf die Behandlung systemischer Erkrankungen, insbesondere Autoimmun- und Stoffwechselstörungen. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Grunderkrankungen sind entscheidend, um das Risiko einer Nervenschädigung zu verringern und langfristige Komplikationen im Zusammenhang mit Mononeuritis multiplex zu verhindern.
Symptomatik
