Übersicht
Über diese Erkrankung
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die sich nach dem Erleben oder Miterleben eines traumatischen Ereignisses entwickeln kann. Sie ist durch eine Reihe von Symptomen gekennzeichnet und kann erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben einer Person haben. Für eine wirksame Diagnose, Behandlung und Prävention ist es wichtig, das Wesen der PTBS zu verstehen. Eine PTBS äußert sich auf unterschiedliche Weise, aber zu den Kernsymptomen gehören in der Regel aufdringliche Gedanken oder Erinnerungen an das traumatische Ereignis, Albträume, Rückblenden und starke emotionale Belastung. Betroffene können auch Vermeidungsverhalten zeigen, z. B. das Vermeiden von Auslösern, die mit dem Trauma in Verbindung stehen, sowie negative Veränderungen der Stimmung, der Wahrnehmung und des Erregungsniveaus. PTBS ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der Menschen jeden Alters und jeder Herkunft betroffen sind. Jüngsten Studien zufolge leiden schätzungsweise 7-8 % der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben an einer PTBS. Die Erkennung und das Verständnis von PTBS haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, mit bedeutenden Fortschritten in der Forschung und der klinischen Praxis, die zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsstrategien geführt haben. Bleibt die PTBS unbehandelt, kann sie zu verschiedenen Komplikationen führen. Dazu kann die Entwicklung anderer psychischer Störungen wie Depressionen, Angststörungen oder Drogenmissbrauch gehören. Außerdem können Menschen mit PTBS Schwierigkeiten in persönlichen Beziehungen, im Berufsleben und bei der allgemeinen Lebensqualität haben. Die Diagnose einer PTBS erfordert eine umfassende Bewertung der Symptome und der Vorgeschichte einer Person durch eine qualifizierte medizinische Fachkraft. Die Behandlung von PTBS umfasst häufig eine Kombination aus Psychotherapie und in einigen Fällen auch Medikamenten. Psychotherapeutische Ansätze wie die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und das Eye Movement Desensitisation and Reprocessing (EMDR) haben sich bei der Bewältigung der Symptome und der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens als wirksam erwiesen. Eine PTBS kann sich nach einer Vielzahl von traumatischen Ereignissen entwickeln, z. B. nach körperlichen oder sexuellen Übergriffen, Unfällen, Naturkatastrophen oder militärischen Auseinandersetzungen. Doch nicht jeder, der ein Trauma erlebt, entwickelt eine PTBS, und bestimmte Risikofaktoren können zu ihrer Entstehung beitragen. Zu diesen Faktoren gehören eine persönliche oder familiäre Vorgeschichte mit psychischen Erkrankungen, ein Mangel an sozialer Unterstützung oder das Erleben zusätzlicher Stressfaktoren nach dem Trauma. Auch wenn es nicht möglich ist, alle traumatischen Ereignisse zu verhindern, können bestimmte Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko der Entwicklung einer PTBS zu verringern. Dazu gehören ein frühzeitiges Eingreifen und Unterstützung nach einem traumatischen Ereignis, die Förderung von Resilienz und Bewältigungsfähigkeiten sowie die Förderung eines unterstützenden und verständnisvollen Umfelds für Menschen, die ein Trauma erlebt haben.
