Übersicht
Über diese Erkrankung
Bolivianisches hämorrhagisches Fieber (BHF) ist ein virales hämorrhagisches Fieber, das durch das Machupo-Virus, ein Mitglied der Familie der Arenaviridae, verursacht wird. Zu den typischen Symptomen von BHF gehören Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Myalgien und Magen-Darm-Störungen. Schwere Fälle können zu Blutungen und Multiorganversagen führen. BHF ist in bestimmten Regionen Boliviens endemisch, insbesondere im Departement Beni, wo am häufigsten Fälle gemeldet werden. Das Virus wurde erstmals 1959 während eines Ausbruchs in den ländlichen Gebieten Boliviens entdeckt. Seitdem kam es immer wieder zu sporadischen Ausbrüchen, von denen vor allem Personen betroffen waren, die in der Landwirtschaft tätig waren oder in ländlichen Gemeinden lebten. Die Diagnose der BHF umfasst eine klinische Beurteilung, Labortests und bildgebende Untersuchungen. Zu den Labortests gehören serologische Tests zum Nachweis von Antikörpern gegen das Machupo-Virus und Tests zum Nachweis von Viren wie RT-PCR. Die Behandlung konzentriert sich in erster Linie auf die unterstützende Pflege, einschließlich Flüssigkeits- und Elektrolytmanagement, Schmerzlinderung und Behandlung von Komplikationen wie Blutungen und Organversagen. BHF wird durch eine Infektion mit dem Machupo-Virus verursacht, das hauptsächlich durch den Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen auf den Menschen übertragen wird. Zu den Risikofaktoren für BHF gehören das Leben in endemischen Regionen oder Reisen dorthin, der berufliche Kontakt mit Nagetieren und das Fehlen von Präventivmaßnahmen wie Nagetierbekämpfung und persönliche Schutzausrüstung. Zu den Präventivmaßnahmen gegen BHF gehören Impfungen, Nagetierbekämpfung, persönliche Schutzmaßnahmen, Sicherheitspraktiken am Arbeitsplatz, Reisevorkehrungen und Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens. Impfkampagnen für Hochrisikopopulationen und die Aufklärung der Bevölkerung sind wesentliche Bestandteile der BHF-Präventionsstrategien.
Symptomatik
