Übersicht
Über diese Erkrankung
Geotrichose ist eine durch Geotrichum candidum verursachte Pilzinfektion, die hauptsächlich in drei Formen auftritt: bronchopulmonale, orale und kutane Geotrichose. Bronchopulmonale Geotrichose befällt die Atemwege und verursacht Symptome wie Husten und Brustschmerzen. Orale Geotrichose führt zu weißen, plattenartigen Läsionen im Mund, und kutane Geotrichose tritt in Form von Hautausschlägen oder Geschwüren auf. Die Krankheit ist selten, und es werden weltweit nur wenige Fälle gemeldet. Geotrichose ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der medizinischen Fachliteratur bekannt und tritt vor allem bei Personen mit geschwächtem Immunsystem oder bei Personen auf, die häufig mit Erde und verrottenden organischen Stoffen in Kontakt kommen. Die Komplikationen bei Geotrichose können schwerwiegend sein, insbesondere bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, und zu chronischen Lungenerkrankungen oder einer disseminierten Erkrankung führen, die mehrere Organe betreffen kann. Die kutanen und oralen Formen können unbehandelt zu erheblichen Beschwerden und Sekundärinfektionen führen. Die Diagnose erfolgt durch Anlegen von Kulturen und mikroskopische Untersuchung von Geotrichum candidum aus Sputum, Gewebe oder Läsionsabstrichen. Die Behandlung umfasst in der Regel Antimykotika wie Fluconazol oder Itraconazol, die auf die spezifische Form und Schwere der Infektion abgestimmt sind. Zu den Risikofaktoren für Geotrichose gehören eine durch HIV/AIDS oder Behandlungen wie Chemotherapie verursachte Immunsuppression sowie eine Exposition gegenüber Lebensräumen, die für den Pilz förderlich sind. Die Präventionsstrategien konzentrieren sich auf die Reduzierung der Exposition gegenüber potenziell infektiösem Material, die Einhaltung einer guten persönlichen Hygiene und die Behandlung von Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen. Für Personen mit hohem Risiko sind Aufklärung und Schutzmaßnahmen besonders wichtig.
Symptomatik
