Übersicht
Über diese Erkrankung
Hämorrhagisches Fieber mit Nierensyndrom (HFRS) ist eine Gruppe von akuten fieberhaften Erkrankungen, die durch Hantaviren verursacht werden und vor allem in Korea und Russland vorkommen. Die Krankheit äußert sich typischerweise durch Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Nierenbeteiligung. HFRS kann zu schweren hämorrhagischen Manifestationen und Nierenversagen mit unterschiedlichen Schweregraden führen. Was die Prävalenz betrifft, so wurde das HFRS vor allem in den endemischen Regionen Koreas und Russlands dokumentiert, wo die natürlichen Reservoire der Hantaviren, z. B. Nagetiere, reichlich vorhanden sind. Die Krankheit hat eine lange Geschichte; die ersten bekannten Fälle wurden in den 1950er Jahren in Korea und Russland gemeldet. Im Laufe der Jahre wurden sporadische Ausbrüche und Fälle in anderen Regionen gemeldet, was zu den laufenden Forschungs- und Überwachungsbemühungen beiträgt. Die Diagnose des HFRS umfasst eine klinische Beurteilung, Labortests und bildgebende Untersuchungen. Mit serologischen Tests, wie dem Enzymimmunoassay (ELISA), können Antikörper gegen Hantaviren im Blutserum des Patienten nachgewiesen werden. Die Behandlung konzentriert sich in erster Linie auf unterstützende Maßnahmen zur Linderung der Symptome und zur Verhinderung von Komplikationen, einschließlich intravenöser Flüssigkeitszufuhr zur Hydratation, Analgetika zur Schmerzbehandlung und in schweren Fällen eine Nierenersatztherapie. Der primäre Übertragungsweg für HFRS ist die Inhalation von aerosolisierten Viruspartikeln aus dem Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere. Zu den Risikofaktoren für HFRS gehören die berufliche Exposition gegenüber Nagetieren, z. B. bei Landarbeitern und Jägern, sowie der Aufenthalt in endemischen Gebieten. Zur Vorbeugung von HFRS gehört es, die Exposition gegenüber Nagetieren und ihren Lebensräumen zu verringern, strenge Maßnahmen zur Infektionskontrolle im Gesundheitswesen zu ergreifen und die Öffentlichkeit über die Risiken von durch Nagetiere übertragenen Krankheiten aufzuklären. In endemischen Regionen kann auch eine Impfung gegen bestimmte Stämme von Hantaviren als Teil gezielter Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens in Betracht gezogen werden.
Symptomatik
