Übersicht
Über diese Erkrankung
Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch Leishmania-Protozoen verursacht und durch den Stich infizierter Sandfliegen übertragen wird. Es gibt drei Haupttypen von Leishmaniose: kutan, mukokutan und viszeral. Die kutane Leishmaniose verursacht Hautgeschwüre, während die mukokutane Leishmaniose die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen befällt und die viszerale Leishmaniose die inneren Organe, darunter Leber, Milz und Knochenmark. Leishmaniose ist in vielen Teilen der Welt verbreitet, darunter Südamerika, Afrika, Asien und der Mittelmeerraum. Schätzungen zufolge treten jährlich 700.000 bis 1 Million neue Fälle von Leishmaniose auf, wobei die meisten Fälle aus Entwicklungsländern gemeldet werden. Die Krankheit ist seit über 3.500 Jahren bekannt, wobei die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über ihre Symptome aus dem antiken Griechenland stammen. Zu den Komplikationen der Leishmaniose können sekundäre bakterielle Infektionen, Narbenbildung und Entstellungen gehören. Im Falle einer viszeralen Leishmaniose kann die Krankheit unbehandelt tödlich verlaufen. Die Behandlung der Leishmaniose umfasst in der Regel eine Kombination von Medikamenten, wie z. B. antimoniathaltige Präparate, Amphotericin B oder Miltefosin. Die Diagnose einer Leishmaniose umfasst eine körperliche Untersuchung, eine Biopsie und Labortests wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Serologie. Zu den Ursachen und Risikofaktoren für Leishmaniose gehören der Kontakt mit infizierten Sandfliegen, schlechte Wohnverhältnisse, Unterernährung, ein geschwächtes Immunsystem und die Nähe zu Tierreservoirs wie Hunden oder Nagetieren. Die Krankheit ist nicht ansteckend und kann nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Zur Vorbeugung von Leishmaniose gehören verschiedene Maßnahmen, darunter das Vermeiden von Sandmückenstichen durch das Tragen von Schutzkleidung, die Verwendung von Insektenschutzmitteln und das Schlafen unter mit Insektiziden behandelten Bettnetzen. In einigen Gebieten können auch Maßnahmen zur Bekämpfung der Sandmückenpopulation, wie das Versprühen von Insektiziden oder Umweltmaßnahmen, durchgeführt werden.
Symptomatik
