Übersicht
Über diese Erkrankung
Lobomykose, auch bekannt als Lobo-Krankheit, ist eine chronische Pilzinfektion, die durch den Pilz Lacazia loboi verursacht wird. Die Krankheit äußert sich in Form von keloidartigen Knötchen, Plaques oder Geschwüren, die sich hauptsächlich an exponierten Stellen wie Ohren, Gliedmaßen und Gesicht bilden. Mit der Zeit können diese Läsionen großflächig werden und das Aussehen des Betroffenen stark beeinträchtigen. Zu den Komplikationen der Lobomykose können sekundäre bakterielle Infektionen, erhebliche Entstellungen und ein potenzielles soziales Stigma aufgrund des Aussehens der Läsionen gehören Die Lobomykose ist relativ selten und betrifft hauptsächlich Menschen in tropischen und subtropischen Regionen, insbesondere in Süd- und Mittelamerika. Die Krankheit wurde erstmals 1931 von dem brasilianischen Arzt Jorge Lobo beschrieben. Sie tritt häufig bei Personen auf, die in ländlichen oder bewaldeten Gebieten arbeiten, wie z. B. Landwirte und Jäger, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion höher ist. Die Diagnose der Lobomykose erfolgt durch eine klinische Untersuchung, eine histopathologische Analyse von Biopsieproben und manchmal auch durch molekulare Verfahren zur Identifizierung des Pilzes. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt und schwierig, da die chirurgische Entfernung der Läsionen in der Regel die einzige Möglichkeit darstellt, da sich die Wirksamkeit von Antimykotika als begrenzt erwiesen hat. Die Hauptursache für die Lobomykose ist die direkte Inokulation von Lacazia loboi in die Haut durch kleine Verletzungen. Zu den Risikofaktoren gehören berufliche Exposition in endemischen Regionen und Aktivitäten, die die Wahrscheinlichkeit von Hautverletzungen erhöhen. Die Vorbeugung der Lobomykose konzentriert sich auf Schutzmaßnahmen wie das Tragen geeigneter Kleidung zur Vermeidung von Hautverletzungen und die Einhaltung einer guten persönlichen Hygiene. In endemischen Gebieten sind Aufklärung und Bildung über die Krankheit von entscheidender Bedeutung, um eine frühzeitige Erkennung und Behandlung zu fördern.
Symptomatik
