Übersicht
Über diese Erkrankung
Die Rattenbisskrankheit, auch bekannt als streptobacilläre Rattenbissfieber, ist eine Infektionskrankheit, die in erster Linie durch den Biss oder Kratzer eines infizierten Nagetiers übertragen wird. Diese Krankheit wird durch zwei Bakterien verursacht: Streptobacillus moniliformis und Spirillum minus. Obwohl es sich um eine relativ seltene Erkrankung handelt, ist es wichtig, ihre Biologie, Symptome, Diagnostik, Behandlung, Ursachen und Prävention zu verstehen. Die Rattenbisskrankheit tritt in zwei unterschiedlichen Formen auf: als streptobazilläre Rattenbissfieber und als spirilläre Rattenbissfieber. Die Symptome treten in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen nach der Exposition auf. Häufige Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Erbrechen und Hautausschlag. Bei einigen Personen kann es auch zu Schwellungen und Empfindlichkeit an der Stelle des Bisses oder Kratzers kommen. Die Rattenbisskrankheit tritt weltweit auf, wobei in städtischen Gebieten mit erhöhter Rattenpopulation eine höhere Inzidenz gemeldet wird. Historisch gesehen ist bekannt, dass diese Krankheit seit Jahrhunderten Menschen befällt. Dank verbesserter Hygienepraktiken und Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ist ihre Prävalenz im Laufe der Zeit jedoch deutlich zurückgegangen. Unbehandelt kann die Rattenbisskrankheit zu schwerwiegenden Komplikationen wie Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut), Meningitis (Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute), Lungenentzündung oder Septikämie (Blutvergiftung) führen. Die Diagnose der Rattenbisskrankheit kann aufgrund ihrer unspezifischen Symptome schwierig sein. Medizinische Fachkräfte können jedoch die Krankengeschichte des Patienten, die körperliche Untersuchung und Labortests, einschließlich Blutkulturen oder Polymerase-Kettenreaktionstests (PCR), berücksichtigen. Eine sofortige Behandlung mit geeigneten Antibiotika wie Penicillin oder Doxycyclin ist entscheidend für eine wirksame Bekämpfung der Infektion. Die Rattenbisskrankheit tritt auf, wenn eine Person von einem infizierten Nagetier, meist einer Ratte, gebissen oder gekratzt wird. Zu den Personen mit erhöhtem Risiko gehören Tierhalter, Laboranten, Landwirte und Personen, die unter unhygienischen oder überfüllten Bedingungen leben, in denen Nagetiere gedeihen. Zur Vorbeugung der Rattenbisskrankheit müssen Maßnahmen ergriffen werden, um den Kontakt mit Nagetieren zu minimieren. Dazu gehören das Abdichten potenzieller Eintrittsstellen, die Aufrechterhaltung angemessener Hygienebedingungen, die Lagerung von Lebensmitteln in nagetiersicheren Behältern und die Vermeidung des direkten Kontakts mit Nagetieren. Es ist auch ratsam, bei einem Rattenbiss oder -kratzer umgehend einen Arzt aufzusuchen.
